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Visionen für das Bad

„Visionen für das Bad“, die Studienarbeit, die das Aqua Cultura Gründungsmitglied Badmanufaktur Beuttenmüller in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik in Stuttgart durchgeführt hat, setzt sich mit der Zukunft des Bades auseinander. Anlässlich des 100 jährigen Firmenjubiläums wurde dieses Projekt in Kooperation mit der Armaturenfabrik Dornbracht auf den Weg gebracht.
Besonders die vergangenen 50 Jahre waren gekennzeichnet von technologischem Fortschritt, der ständig neues Dazulernen verlangte. Gleichzeitig hat die Bedeutung des privaten Badezimmers gravierende Veränderungen durchgemacht - von der funktionsorientierten Nasszelle bis zum Designerbad rund um die Jahrtausendwende. Es kam die Zeit, in der man sich fragte, wohin das immer wieder neue Design gehen mag – und was wohl nach dem Design kommt. Die Gedanken an die Zukunft des Bades ließen Hans-Gerhard und Brigitte Beuttenmüller nicht los. Neue Nutzungsmöglichkeiten, neue Raumkonzepte. Neue Lebenssituationen. Neue Bedürfnisse. Mit diesen Überlegungen traten sie an Prof. Klaus-Peter Goebel und Prof. Karsten Weigel von der Hochschule für Technik in Stuttgart heran.
Buchtitel und die jungen Visionäre bei der Entwicklung ihrer Lösungen
Buchtitel und die jungen Visionäre bei der Entwicklung ihrer Lösungen
Aufgabenstellung
Einschneidende Veränderungen der Umweltbedingungen, Ressourcenknappheit, Änderungen der Reinigungszeremonien mit Erlebnisqualitäten wie Wohlfühl-, Fitness- und Gesundheitsaspekten erfordern ein Nachdenken über zukünftige Lösungen. Das Bad als zweckgebundener Solitär ist nicht mehr zeitgemäß und keinesfalls zukunftsorientiert. Wie kann das Bad aussehen, wie kann Bad erlebt werden, wie kann Bad zelebriert werden, was ist das Bad, wo kann Bad sein? Fragen an die Zukunft – Fragen an die jungen Visionäre. Es ging darum Räume, Nutzungen, Formen, Inhalte, Emotionen neu zu definieren. Die Lösungen und Lösungswege zeigen ein großes Spektrum an Originalität, Flexibilität, Materialität. Sie sprechen die Sprache der Zukunft, mit dem Menschen als Nutzer im Zentrum der Betrachtung. Spezielle räumliche Lösungen gehen auf divergierende Realitäten ein. Soziologischer Wandel ist hierbei einer der Ausgangspunkte der Betrachtungen. Prognostizierte wasserarme Haushalte sowie die Mobilität sind weitere Schwerpunkte.

Hier wird nun einen Querschnitt durch die 18 entstandenen Visionen gezeigt:
RAUMINNOVATIONEN
OVAL
Losgelöst vom Raum beinhaltet die ovale Skulptur alle nötigen Funktionen eines Badezimmers. Sie birgt in sich Waschbecken, Dusche, Toilette sowie einen Schrank für Utensilien. Die Skulptur hat Möbeldimension und kann somit in jede neue Wohnung mitgenommen werden. Raumbildend schwenken die Übereinander angeordneten Elemente bei Bedarf aus und durchbrechen kurzzeitig die homogene Hülle.
oval von Eva Ulmer
oval von Eva Ulmer
CoCoon
In der Geborgenheit des CoCoons sich gleichzeitig der Welt öffnen. Zum Duschen sind verschiedene Varianten wählbar: vom Wasserfall bis hin zum Regenvorhang. An der zusätzlichen Armatur kann Badewasser eingelassen werden. CoCoon ist groß genug für ein Badevergnügen zu zweit. Am Glashimmel sind durch Glasfaser-Lichttechnik und LEDs verschiedene Leuchtsituationen wähl- und einstellbar. Auch Bilddatenübertragung ist möglich. So kann man wunderbar entspannen und in eine andere Welt tauchen.
Cocoon von Marta Kordic
Cocoon von Marta Kordic
form 6
Das Bad im Wandel der Zeit bedeutet vor allem eines: Mehr Komfort und mehr Gestaltung. Um der gegenwärtigen Zweckmäßigkeit eine gut gestaltete und schlüssige Form zu geben entstand Form 6. Ein Element, welches dem Bad ein Gesicht gibt. Die skulpturale Form gestaltet den Raum und wertet diesen ästhetisch auf. Durch die harmonische, weiche Form werden Funktionen mit Emotionen in Verbindung gebracht. Auf diese Weise wird das Bad zum Ort der Entspannung, des Wohlfühlens und des Genießens.
form 6 von Sandra Eßwein
form 6 von Sandra Eßwein
Source
Mit Source wird das Badezimmer aus seiner Räumlichkeit gelöst. Source ist eine Quelle für den Raum. In ihrer archaischen Form wird sie in den Wohnraum integriert. Source besteht aus einem Kubus mit mehreren klar definierten Einschnitten, in denen die Funktionen Waschen und Duschen sowie die Toilette untergebracht sind. Die einzelnen Funktionen werden durch die Quelle im oberen Teil der archaischen Form bedient. Das Wasser entspringt der Quelle und fließt an den Wandflächen hinab.
Source von Nathalie Runte
Source von Nathalie Runte
NATUR UND WASSER
Dry...
Sollte Trinkwasser eines Tages knapp werden, so braucht man es in Zukunft zur Körperreinigung, wie wir sie aus heutigen Badezimmern kennen, nicht mehr zu verwenden. Es gibt andere Methoden und daraus resultierende Formen, die das herkömmliche Bad ersetzen. Entspannung und Körperreinigung werden mit DRY in den Wohnraum der Zukunft integriert.
DRY von Janine Hauss
DRY von Janine Hauss
Flute dein bad!
Wasser wie am Meer genießen! Der gesamte Badraum wird geflutet. Die Insel stellt einen Badeort dar, der sich am Nutzer und seinen momentanen Bedürfnissen orientiert. Sie bietet die Grundfläche für das Waschen, Entspannen und Baden - eine Oberfläche, die als Landschaft ausgebildet ist. Wasser und Strom sind an drei Punkten verortet und können je nach Nutzung bezogen werden.
Flute dein Bad... von Birgit Messmer
Flute dein Bad... von Birgit Messmer
Aquarius
LIQUIVENT – The diference to water is... you can breathe in it! Schematischer Aufbau: Der Block aus Sichtbeton wurde exemplarisch in ein Loft integriert. Im unteren Teil befindet sich das eigentliche Bad, im oberen Teil der Wellnessbereich mit Zugang zum Aquarium. Bad und Wellnessbereich funktionieren unabhängig voneinander, sind jedoch optisch verbunden durch die Vollnasszelle. Entspannt von Lichtreflexen und Blasenblubbern im Wohnzimmer, und vor dem Schlafengehen noch ein kurzer Abtaucher im Aquarium!
Aquarius von Michael Görg
Aquarius von Michael Görg
UNTERWEGS
Taschenbad
Die Idee: Pack dein Bad ein und erfrische dich, wann immer du willst. Stell dir vor, es passt in deine Handtasche, deinen Rucksack oder in deinen Aktenkoffer…
Nutze es vor einem wichtigen Meeting und beeindrucke den Kunden durch dein frisches Aussehen; mach dich frisch nach der Arbeit, bevor du noch auf die Piste gehst; nimm es mit auf die Weltreise, sodass du selbst im Dschungel noch deine eigene Erfrischungsstation hast.
Taschenbad von Lena Weigle
Taschenbad von Lena Weigle
GESELLSCHAFT
Feeling
Feeling ist ein multifunktionales Bademöbel für den halböffentlichen medizinischen Bereich. Es wurde für medizinische Bäder (Balneotherapie) entwickelt und findet Einsatz zum Beispiel in Kliniken und Gesundheitszentren. Bäder in diesen Einrichtungen sollen die Genesung/Gesundheit fördern. Meist strahlen sie jedoch eine kalte, klinische Atmosphäre aus, die eher abschreckt als gesund macht. Das Bademöbel feeling soll dies ändern. Sein Ziel ist es ein angenehmes Ambiente zu schaffen, in dem man sich besser entspannen und wohlfühlen kann. Dieses Wohlgefühl kann die Heilung beschleunigen.
Feeling von Christiane Zimmer
Feeling von Christiane Zimmer
Die Ergebnisse der Semesterarbeiten wurden als Highlight anlässlich der Centennium-Feier des Stammbetriebs Dautel & Beuttenmüller in der Staatsgalerie Stuttgart erstmals öffentlich vorgestellt. Sie liegen in Buchform mit dem Titel 'Visionen für das Bad' vor.
Aqua Cultura-Partner:
BadKultur Beuttenmüller
Hafenbahnstr. 22
70329 Stuttgart
Tel. 0711 - 91 89 77 43
Fax 0711 - 91 89 77 66
Hans-G. & Brigitte Beuttenmüller
Hans-G. & Brigitte Beuttenmüller
Weiterer Standort:
Badkultur
Kronprinzstr. 12
70173 Stuttgart
Tel. 0711-23 67 111
www.beuttenmueller.de
Hersteller:
Aloys F. Dornbracht
GmbH & Co.KG
Köbbingser Mühle 6
58640 Iserlohn
Tel. 0 23 71 - 433 0
Fax 0 23 71 - 433 232
www.dornbracht.com